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Abschlussevent

Europameisterschaft der RS

10a/b in Bergen-Belsen

Historische Stätten sind für Realschüler nicht unbedingt ein "Renner". Sichtlich beeindruckt waren jedoch die 50 Schülerinnen und Schüler der Lohner Realschule Meyerhofstraße, die mit Geschichtslehrerin Sefi Kreutzmann und Klassenlehrerinnen Annemarie Beverborg und Patricia Eckhoff die Gedenkstätte an das Konzentrationslager (KZ) Bergen-Belsen in der Lüneburger Heide besuchten. In dem völlig neu gestalteten Dokumentationszentrum lösten die dort zusammen gestellten Details und Gegenstände immer neue Detailsfragen aus. Besondere Betroffenheit wurde durch die vielen Stellungnahmen von Zeitzeugen, die in verschiedenen Bereichen auf Monitoren zu Wort kamen, deutlich. Anonyme Geschichte wird so personifiziert. "Es ist kaum zu glauben, dass die Gesichter fast fröhlich entspannt aussehen", wunderte sich eine Schülerin, als sie einen SS-Lehrfilm über den Abtransport holländischer Juden gen KZ sahen.
Diese Eindrücke wurden vertieft auf dem Freigelände. Zwar sind viele der einstigen Greuelstätten heute nur noch in Fundamentresten vorhanden, doch besonders nach dem Besuch eines (Vieh-) Transportwagens, der über 100 Gefangenen oft tagelang als Transportmittel diente, hatte eine tiefe innere Anteilnahme Besitz von den Schülerinnen und Schülern ergriffen.
Den letzten Teil dieser historischen Exkursion erlebten sie beim Gang durch die vielen Massengräber und angesichts der Grabsteine, die als Erinnerungsmonumente aufgestellt waren, darunter auch die von Anne Frank und ihrer älteren Schwester Margot, die beide in den letzten Wochen vor der Befreiung zu Tode kamen.
"Unglaublich, wie viele Menschen hier unschuldig sterben mussten - und dass, obwohl Bergen-Belsen noch nicht einmal ein sogenanntes Vernichtungslager war." wirkte auf der Rückfahrt der Besuch noch nach.